ÖAAB Urfahr-Umgebung: „Wir müssen Arbeit neu denken!“

Rathgeb: Mit Jahresende verstreicht die Antragsfrist vieler Förderungen. „Am 32. Dezember ist es zu spät!“

Die neue geschäftsführende Landesobfrau des ÖAAB LH-Stv. Mag. Christine Haberlander diskutierte kürzlich bei der Video-Bezirksleitungssitzung des ÖAAB Urfahr-Umgebung mit zahlreichen Funktionärinnen und Funktionären sowie Bürgermeistern über die brennenden Themen in schwierigen Zeiten.

ÖAAB-Bezirksobmann Landtagsabgeordneter Bgm. DI Josef Rathgeb und Bezirksparteiobmann NR Bgm. Mag. Michael Hammer informierten über die aktuellen Entwicklungen im Bezirk und über die Auswirkungen der Corona-Krise auch auf die Gemeinden. Zugleich wurde „OÖ. Plan“ vorgestellt, der mit einem Investitionsprogramm über 1,2 Mrd. die Wirtschaftskreisläufe im Land in Schwung halten soll.

 

Haberlander stellt klar, dass gerade für den ÖAAB als Arbeitnehmervertretung der ÖVP das Themenfeld „Arbeit der Zukunft“ in den nächsten Monaten ganz oben auf der Tagesordnung steht. In vielen Bereichen muss die Arbeitswelt von heute auch neu gedacht werden, wenn man nur an die Digitalisierung oder „Home-Office“ denkt, die auch in den Bereichen Gesundheit und Bildung eine zunehmend große Rolle spielen. Eine zentrale Aufgabe ist es, den Menschen gerade jetzt wieder neue positive Perspektiven zu geben. Der ÖAAB ist sich dieser wichtigen Gestaltungsverantwortung voll bewusst und nimmt diese wahr.

 

Dazu weist der ÖAAB des Bezirkes auf viele Angebot hin, die noch unbedingt bis zum 31.12. dieses Jahres beantragt werden müssen, denn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schöpfen leider finanzielle Vorteile oft aus Unwissenheit nicht aus.

Hier ist wichtig zu wissen, dass es auf den Eingangsstempel der Behörden ankommt – das heißt, wer Anträge postalisch verschickt, muss mehrere Tage Postweg einkalkulieren. Rathgeb dazu: „Neben der Durchsetzung unserer politischen Ziele steht im ÖAAB die Service-Information zu wichtigen gesetzlichen Rahmenbedingungen im Mittelpunkt unserer Arbeit.“

 

Folgende finanzielle Unterstützungsleistungen können bis 31. Dezember 2020 beantragt werden: Die Arbeitnehmerveranlagung für das Arbeitsjahr 2015, der sogenannte „Steuerausgleich“. Vor allem für Pendler, Familien, bei Weiterbildungen oder für Personen mit hohen Krankheitskosten gibt es bei der Arbeitnehmerveranlagung bares Geld zu holen. Auch Lehrlinge und Geringverdiener haben die Möglichkeit auf eine Rückerstattung von Sozialversicherungsbeiträgen! Abwicklung via www.finanzonline.at oder mittels des Formulars „L1“ beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt.

 

Fernpendlerbeihilfe des Landes Oberösterreich für das Pendlerjahr 2019: ArbeitnehmerInnen, die vom Hauptwohnsitz zum Arbeitsplatz eine einfache Wegstrecke von mindestens 25 Kilometer zurücklegen, erhalten je nach Entfernung zwischen 177 und 342 Euro. Wenn eine Jahreskarte des OÖ. Verkehrsverbundes erworben wird, gibt es einen automischen Öko-Bonus in der Höhe eines 30-prozentigen Zuschlages. Das steuerpflichtige Einkommen darf im Beantragungsjahr 26.000 Euro nicht übersteigen. Pro Kind erhöht sich die Einkommensgrenze um 2.600 Euro. Die Antragstellung ist auch online auf www.ooe.gv.at möglich. Das Land Oberösterreich gewährt diese Beihilfe, trotz Freifahrtmöglichkeit, auch Lehrlingen und Praktikanten, wenn die Arbeitsstätte oder die Berufsschule mehr als 25 Kilometer vom Wohnsitz entfernt liegen.

 

Fahrtenbeihilfe für Lehrlinge: Lehrlinge, die nicht unentgeltlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren können oder zu Fuß über zwei Kilometer zur nächsten Einstiegshaltestelle zurückzulegen haben, erhalten für Wegstrecken bis 10 Kilometer 5,10 Euro pro Monat bzw. bei über 10 Kilometern Entfernung 7,30 Euro pro Monat an Fahrtenbeihilfe. Anträge für 2019 sind vom Familienbeihilfenbezieher mit dem „Beih94-Formular“ längstens bis zum Ablauf des nachfolgenden Kalenderjahres – also bis Ende 2020 -  beim jeweiligen Wohnsitzfinanzamt zu stellen.

 

Schul- und Heimbeihilfe des Bundes: Schulbeihilfe erhält man beim Besuch einer mittleren oder höheren Schule ab der 10. Schulstufe. Es gibt einen Grundbetrag von 1.130 Euro, der in bestimmten Fällen erhöht oder vermindert wird.

Bereits ab der neunten Schulstufe kann man beim Besuch einer mittleren, höheren oder polytechnischen Schule Heimbeihilfe beantragen, wenn Hin- und Rückweg nicht zumutbar sind und der Schüler oder die Schülerin deshalb außerhalb des Wohnortes der Eltern wohnt. Als unzumutbar gelten Wegzeiten über zwei Stunden. Es gibt einen Grundbetrag von 1.380 Euro, der in bestimmten Fällen erhöht oder vermindert wird. Diese kann unter www.schulbeihilfenrechner.at errechnet werden. Sobald eine Heimbeihilfe gewährt wird, erfolgt ohne eigenen Antrag zusätzlich eine automatische Auszahlung der Fahrtkostenbeihilfe in der Höhe von jährlich 105 Euro. Antragstellung für das laufende Schuljahr bis 31.12.2020 unter schuelerbeihilfen.bmbf.gv.at.

 

Weitere Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten, die bis Ende des Jahres 2020 beantragt werden sollten:

 

             Sanierungsscheck für Private 2020

Gefördert werden thermische Sanierungen im privaten Wohnbau für Gebäude, die älter als 20 Jahre sind. Förderungsfähig sind umfassende Sanierungen nach Klimaaktiv-Standard bzw. gutem Standard sowie Teilsanierungen, die zu einer Reduktion des Heizwärmebedarfs um mindestens 40 Prozent führen. Förderungsanträge können von (Mit-)Eigentümern, Bauberechtigten oder Mietern eines Ein-/Zweifamilienhauses oder Reihenhauses in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Budgetmittels bis längstens 31.12.2020 eingereicht werden. Details online auf www.umweltfoerderung.at.

 

             „Raus aus Öl“-Förderung bis 31.12.2020

Förderungsfähig ist die Umstellung eines fossilen Heizungssystems (Öl, Gas, Kohle/Koks-Allesbrenner und Strombetriebene Nacht- oder Direktspeicheröfen) im privaten Wohnbau auf ein neues klimafreundliches Heizungssystem. Gefördert wird in erster Linie der Anschluss an eine hocheffiziente Nah-/Fernwärme. Ist diese Anschlussmöglichkeit nicht gegeben, wird der Umstieg auf eine Holzzentralheizung oder eine Wärmepumpe gefördert. Online Registrierungen sowie die Einreichung von Förderanträgen können in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Budgetmittel bis längstens 31.12.2020 eingebracht werden. Nach erfolgreicher Registrierung muss der Antrag innerhalb von 20 Wochen gestellt werden. Details online auf www.umweltfoerderung.at.

 

             Förderaktion „E-Mobilität für Private“

Gefördert wird die Anschaffung von Elektro-PKW-Typen der Klassen M1 und N1 sowie E-Mopeds, E-Motorräder und E-Transporter für Private. Die Förderung beträgt zwischen 600 bis 3.000 Euro bzw. ist die Antragsstellung ausschließlich online möglich. Entsprechende Registrierungen hierfür können in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Budgetmittel bis längstens 31.12.2020 eingebracht werden. Nach erfolgter Registrierung muss innerhalb von 24 Wochen ein Antrag gestellt werden. Achtung: Die Rechnung darf zum Zeitpunkt der Antragsstellung nicht älter als sechs Monate sein. Details online auf www.umweltfoerderung.at.

 

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(ÖAAB UU): ARCHIVFOTO v.l.n.r.: Rathgeb, Haberlander und Hammer
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Videokonferenz der ÖAAB Bezirksleitung Urfahr-Umgebung